Zecken, nicht so harmlos wie Flöhe.

Eine Reihe von Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, gefährden die Gesundheit des Hundes und übrigens auch die des Menschen. Sie sind weitaus gefährlicher als die Hautentzündungen durch den Zeckenstich selbst. Ein hoher Anteil der Zecken birgt das Bakterium „Borrelia burgdorferi“ in sich, den Erreger der Borreliose.
Der Krankheitserreger wird beim Blutsaugen auf das Wirtstier übertragen.
Beim Hund können insbesondere schwere Gelenkentzündungen entstehen. Organschäden bis hin zu Erkrankungen des Nervensystems kommen vor.
Die Erkrankung ist heimtückisch, beginnt sie doch recht unauffällig erst nach Tagen oder Wochen, nachdem die Zecke gesaugt hat. Die wenig markanten Symptome sind Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber.
Alarmiert ist der Hundebesitzer häufig erst dann, wenn Wochen oder Monate später das Tier starke Schmerzen in Muskulatur und Gelenken hat. Auch bei intensiver Be-
handlung bleiben meist Schäden zurück. Das Risiko einer Ansteckung herrscht überall dort, wo Zecken sind. Mancherorts kann jede dritte Zecke den Erreger in sich tragen.
Zecken lauern insbesondere in Laub- und Mischwäldern sowie in Lichtungen mit großwüchsigen Gräsern und Büschen.
Die Zeckensaison dauert von März bis Oktober.

Wie kann der Tierhalter seinen Hund schützen?

Es ist praktisch unmöglich, den Hund von zeckenreichen Gegenden fernzuhalten, es sei denn, man entschließt sich, künftig seine Hundespaziergänge ausschließlich auf die Hauptstraßen verkehrsreicher Großstädte zu verlegen. Ein Aufspüren der Übeltäter nach jedem Spaziergang im Grünen erscheint wenig erfolgversprechend, sind die Zecken doch durch das Fell bestens getarnt.
Bleibt die Prävention. Vorbeugung mit zufriedenstellendem Erfolg ist inzwischen durch Medikamente möglich, die allmonatlich in den Nacken des Hundes verbracht werden und sich von dort aus über den Körper verbreiten.
Also: Besonders wichtig ist derzeit die Zeckenprophylaxe. Entsprechende Präparate erhalten Sie natürlich bei Ihrem Tierarzt.
 

(vps) – Alle Jahre wieder stellt sich Tierbesitzern dieselbe Frage:
 Wie verhindere ich zeckenbedingte Krankheiten bei meinem Hund oder meiner Katze?
Die „initiative s.m.i.l.e. – gesunde tier-liebe“ weist darauf hin, dass der Einsatz von „unschädlichen“ natürlichen Sub-stanzen nicht immer hilfreich ist. Da Zecken keinen Geruchssinn besitzen, verhilft der Gebrauch von geruchsinten-sivem Knoblauch- oder Zitronellenöl ausschließlich zur trügerischen Beruhi-gung des Tierbesitzers. Und noch immer sterben Katzen, deren Besitzer in guter Absicht das für die Tiere hochgiftige Teetbaumöl verwenden. Das eigentliche Ziel einer wirkungsvollen Zeckenbekämpfung wird aber nicht erreicht: Der Befall sollte sich drastisch reduzieren!
Optimale Wirksamkeit versprechen Medikamente aus der Tierarztpraxis.
Hunde- und Katzenbesitzer erhalten hier Halsbänder oder Präparate, die in den Nacken des Patienten geträufelt werden. Beides enthält Wirkstoffe, die Zecken abschrecken, so genannte „Repellentien“. Werden die Mittel dem jeweiligen Gesundheitsstatus und Alter entsprechend eingesetzt, sind schädliche Nebenwirkungen auch in Haushalten mit Kindern nicht zu erwarten. Im Gegensatz zu den gebräuchlichen Hausmitteln verhindern sie aber tat-sächlich weitgehend das Festsaugen der Plagegeister. Damit wird auch die Gefahr für Haustiere, gefährliche Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden, zu bekommen, deutlich gesenkt. Ausführliche Informationen zur gesundheitsverträglichen Zeckenvorbeuge für den tierischen Hausgenossen gibt es bei den Fachleuten für Tiere in jeder Tierarztpraxis.